Besuch in Oberhausen

Aktuell wurden von Michael Brassler (Geschäftsführer von Biber und Brassler Elektrotechnik) 15 Installationen erfolgreich durchgeführt. Von 12 Teilnehmern erhalten wir aktuell gute Messdaten – damit haben wir eine gute Datenlage, um einen Ex-Post-Community-Markt in unserem Feldtest durchzuführen. Ex-Post bedeutet in diesem Fall, nach Ablauf einer Viertelstunde wird Angebot und Nachfrage der vergangenen Viertelstunde gegenübergestellt und es bildet sich ein Preis.

Das Ziel unseres Feldversuchs ist jedoch ein deutlich anspruchsvollerer Ex-Ante-Markt. Dieser handelt auf der Basis von Erzeugungs- und Verbrauchsprognosen zeitlich vor der eigentlichen “Lieferung”. Erst der Handel im Voraus ermöglicht den ökonomisch sinnvollen Einsatz von Flexibilitäten. Für diese Prognosen ist es optimal, wenn sie Mess- und Zustandsdaten direkt vom PV- oder Speicherwechselrichter erhalten. An dieser Stelle zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den verwendeten Wechselrichtermodellen in unserem Feldtest. Ältere Modelle sind überwiegend nicht auf die Kommunikation mit anderen Geräten vorbereitet und bei neuen Modellen ist die Konfiguration der Kommunikationsschnittstelle Hersteller-abhängig häufig eine Herausforderung. Aktuell können wir von fünf aus zwölf Wechselrichtern direkt Mess- und Zustandsdaten abgreifen.

An den vergangenen beiden Donnerstagen waren wir in der Gemeinde Oberhausen unterwegs, um an der Kommunikation von Smart Meter Gateways und Wechselrichtern zu arbeiten. Beide Dienstfahrten fanden bei schönstem Sommerwetter statt und so gewannen wir gleichzeitig einen schönen Eindruck von der Gegend. Häufig reichte eine Neuausrichtung der Antenne und die einfache Konfiguration im Wechselrichter. Manche Installationen warten jedoch noch auf den letztendlichen Durchbruch. Die Installation und Konfiguration der Hardware ist nach wie vor eine unerwartet hohe Herausforderung, obwohl wir im Feldtest auf vermeintliche Standardteile setzen.

Neben der Konfiguration der Hardware nutzten wir die Besuche bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, um sie besser kennenzulernen und ihnen den Fortschritt des Projekts zu erläutern. Dabei freuten wir uns sehr über das entgegengebrachte Vertrauen und das vielfältige Interesse an unserem Projekt. Mit dieser Unterstützung freuen wir uns auf die anstehenden Herausforderungen und spannende Einblicke bei der Erforschung von Energiegemeinschaften.

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